Gemeindebüro

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An(ge)dacht

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

Sommerzeit ist Reisezeit.

Vielleicht sind Sie gerade von einer Reise nach Hause gekommen und schweben noch zwischen den Welten: wieder hier, im Altvertrauten, aber noch ganz erfüllt von den Eindrücken der Reise.

 

Viele Menschen finden es wohltuend, von Zeit zu Zeit den Ort zu wechseln. Einen Gegensatz zu suchen zu den verblichenen Tapeten des Alltags. Neue, unbekannte Farben und Muster treten an ihre Stelle und bringen die Seele wieder zum Schwingen.

Und allein schon die Bewegung, die nötig ist, um einen anderen Ort zu erreichen, bringt uns oft auch innerlich auf neue Wege, schafft Klarheit über die Richtung, die wir auf unserem Lebensweg als nächstes einschlagen sollen.

Die Regale der Buchhandlungen sind voll mit Büchern, in denen Menschen von solchen Ortswechseln und ihren Auswirkungen berichten.

Und auch die Bibel, kennt Geschichten von Menschen, die zu einem anderen Ort aufbrechen, um erfüllt und mit neuer Klarheit in den Alltag zurückzukehren.

Mose ist einer von ihnen. Wie jeden Tag hütet er die Schafe, als er ganz plötzlich eine außergewöhnliche Erscheinung bemerkt:

Ein Dornbusch der brennt, ohne zu verbrennen.

 

Mose ist fasziniert und setzt sich in Bewegung, um sich das aus der Nähe anzuschauen.

Dort hört er Gottes Stimme: „Tritt nicht herzu, zieh deine Schuhe von den Füßen; denn der Ort, darauf du stehst, ist heiliges Land!“

2.Mose 3,3-4

 

Mose zieht die Schuhe aus, spürt die trockene Erde, den steinigen Untergrund an den nackten Füßen, ist so ganz intim verbunden mit dem Ort, an dem er steht; verletzbar ohne den Schutz der Schuhe.

Barfuß wie er ist, kann auch er dem Ort, an dem er steht, keine Verletzung zufügen. So erfährt er Gottes Gegenwart, so geht er mit neuer Richtung zurück in seinen Alltag.

 

Vielleicht kennen Sie solche Erfahrungen ja auch: Dass Sie sich schutzlos und etwas hilflos fühlen, weil Sie sich an einem neuen, unbekannten Ort befinden.

Dadurch sind Sie aber auch besonders empfänglich: für Farben und Düfte, für die Geschichten, die ein Ort erzählt und die Begegnungen, die dort möglich sind.

Oft bricht man von solchen Orten erfüllt und mit neuer Klarheit über die eigene Wegrichtung wieder auf. Dafür muss man nicht in die Wüste gehen. Man muss noch nicht einmal verreisen. Der Alltag hält genügend große und kleine Ortswechsel für uns bereit.

 

Dass wir das spüren und erfahren, dass wünscht Ihnen,

 

Ihr

Horst Eberhard

 

Dein Leben lang wird niemand dich besiegen können.
Denn ich bin bei dir, so wie ich bei Mose gewesen bin.
Ich lasse dich nicht im Stich, nie wende ich mich von dir ab.

Josua 1,5

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