Gemeindebüro

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An(ge)dacht

Matthäus 10,7:
Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.


Liebe Gemeindeglieder,
die Ferienzeit neigt sich dem Ende zu, und für manch einen unter uns ist die schöne Urlaubszeit sogar schon wieder eine langsam verblassende Erinnerung. Trotzdem bleibt in uns etwas zurück, bleiben besondere Mo-mente präsent, die wir im Rahmen unserer sommerlichen Auszeit erleben und genießen durften.
Wenn es ganz außergewöhnliche Urlaubserlebnisse waren, dann kommt uns das im Rückblick vor „wie der Himmel auf Erden“, und wir fühlen uns situativ dem Himmelreich sehr nahe. Das merken wir vor allem daran, dass wir immer wieder anderen Menschen davon erzählen, und sie so teilhaben lassen an unserem ganz persönlichen Glück.
Der Monatsspruch für den August aus dem Matthäus-Evangelium ist ein Satz, den Jesus sagt, als er seine 12 Jünger aussendet: „Geht und ver-kündet: Das Himmelreich ist nahe!“
Die 12 Männer hatten mit Jesus bereits eine Menge erlebt, und waren erfüllt von dem, was sie bereits erfahren und gelernt hatten. Für sie war allein schon emphatisch das Himmelreich sehr nahe, und Jesus konnte sie entsprechend berufen und beauftragen. Ihr Herz war voll, und es war ihnen ein leichtes, anderen Menschen davon zu berichten und viele zu begeistern.
Auch wir als Christinnen und Christen sind berufen, anderen Menschen von Gott und unserem Glauben zu erzählen. Wenn wir dank Jesus Chris-tus in uns selber ruhen, wenn wir wirkliche Glücksgefühle ob unserer Zu-gehörigkeit zum Herrn verspüren, dann können und wollen wir mit Freude unser Umfeld daran teilhaben lassen. Geschieht das mit dem gleichen Enthusiasmus, mit dem wir von unseren Sommerferien berichten, können wir unsere Zuhörer interessieren und fesseln.
Besonders gelingend empfinde ich, wenn Urlaub und Glaube gemeinsam für Gesprächsstoff und Austausch sorgen. In meinen Urlauben besuche ich auch immer den angebotenen Sonntagsgottesdienst. In diesem Jahr war ich zu Gast in der evangelischen Inselkirche auf Norderney.

Nicht nur das entspannende Urlaubsfeeling, sondern auch die hinzukom-mende, ganz eigene Atmosphäre einer abweichenden Liturgie macht mich besonders sensibel und empfänglich für Inhalt und Aussage einer Predigt.
So habe ich mich nach besagtem Gottesdienst auf Norderney dem Him-mel wieder einmal ein Stück näher gefühlt, und habe immer wieder an die tolle Predigt gedacht und davon erzählt.
Wenn es uns gelingt, einen kleinen Teil solcher Erfahrungen in uns zu verankern, um im rechten Moment davon zehren zu können, ist ein wenig Himmelreich schon heute in uns selbst. Wenn unsere Mitmenschen daran partizipieren, vervielfältigen sich solch gute Gedanken, und erobern und erfreuen auf diese Weise auch neue Herzen.
Ich hoffe, Sie alle hatten ähnlich schöne und berührende Urlaubserlebnis-se. Wenn ja, dann geben Sie ein Stück Ihres persönlichen Himmelreiches weiter. Es ist viel näher, als Sie denken!


Ihr Michael Fröhling

 

 

Predigt

für Trinitatis (So. 16.06.19)

zu 2 Kor 13,13

Berggottesdienst in Winzberg mit Besuch aus Tröbsdorf,

Mitwirkung von Pfr.in Karin Krapp und dem PosChor

 

 

Liebe Gemeinde! Bekommen Sie auch regelmäßig einen Knoten im Kopf, wenn Sie sich fragen, wie man sich das eigentlich vorstellen soll mit dem „dreieinigen“ Gott?  Immerhin fängt jeder Gottesdienst an mit den Worten „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

 

Um eines gleich vorwegzunehmen: Christen verehren nicht drei verschiedene Götter, sondern den einen Gott, der uns auf dreifache Weise begegnet. „Eins gleich drei.“ Was mathematisch erstmal eine Herausforderung ist, erkläre ich meinen Konfirmanden gerne anhand eines Dreiecks (Vorfahrt-Achten-Schild). Das Dreieck hat drei Seiten. Aber es ist trotzdem nur ein Gegenstand. Die Theologie hat das Phänomen der Trinität auf den Begriff gebracht: „Ein Wesen, drei Erscheinungsformen“. Dazu noch ein Beispiel aus unserer Erfahrungswelt, das Sie alle kennen: Wasser. Wasser kommt in drei verschiedenen Erscheinungsformen vor: In fester Form als Eis, flüssig als Wasser, gasförmig als Wasserdampf. Trotzdem ist es immer Wasser. So kommt Gott als Vater, als Sohn und als Heiliger Geist vor, und ist trotzdem immer Gott.

 

Schauen wir uns die drei Seiten einfach mal an und nehmen dabei den kurzen Predigttext für heute zur Hilfe - 2 Kor 13,13 (der so genannte Kanzelgruß, mit dem ich fast jede Predigt beginne): „Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.“ Hier ist die Reihenfolge anders: Jesus, der Sohn, dann Gott, der Vater, dann der Heilige Geist. Man kann das also drehen und wenden, wie man will. Auf jeden Fall sind hier drei Erscheinungsformen Gottes drei Eigenschaften zugeordnet.

 

Als Gott, der Vater, begegnet uns Gott als der Allmächtige, der Schöpfer des Himmels und der Erde, wie wir im Glaubensbekenntnis bekennen. Er ist es, der dem Menschen das Leben gibt. Ihm ist im Predigttext das Wort Liebe zugeordnet. Eigentlich, so könnte man denken, könnte Gott sich doch selbst genug sein. Warum hat Er die Erde und den Menschen überhaupt erschaffen? Er hätte sich eine Menge Ärger erspart, wenn er das nicht getan hätte. Aber Gott wollte diese Schöpfung. Und Er wollte den Menschen als Gegenüber. Gott ist ein Beziehungstyp. Salopp gesagt: Ohne uns wüsste Gott gar nicht, wohin mit Seiner Liebe.

 

In Gott, dem Sohn, hat diese Vater-Liebe buchstäblich Hand und Fuß bekommen. Jesus ist die Ausgeburt der Liebe Gottes. Niemand anderes als der allmächtige Gott selbst ist in Jesus als Mensch zur Welt gekommen. Ihm, Jesus, ist in unserem Predigttext das Wort Gnade zugeordnet. Jetzt könnte man fragen: „Wenn Gott allmächtig ist, warum hat Er den Menschen dann so fehlerhaft konzipiert, dass er auf Gnade angewiesen ist?“ Die Sollbruchstelle der Schöpfung ist, dass Gott den Menschen als ein Wesen mit Freiheit und Verantwortung geschaffen hat. Gott hält sich den Menschen nicht wie einen Hund. Ein Hund kann von seinem Rudelinstinkt her gar nicht anders, als sein Herrchen zu lieben und sich ihm willenlos unterzuordnen. Aber Gott hat uns nicht als Hunde geschaffen, sondern als Menschen. Als Seine Kinder. Kinder werden irgendwann „flügge“. Damit ist auch die Möglichkeit gegeben, sich vom Vater abzuwenden. Wie irdischen Eltern auch tut Gott das weh, wenn wir uns abwenden. Aber Er lässt uns diese Freiheit. Weil Er Sein Vater-Sein nicht mit Gewalt durchsetzen will, sondern es in Liebe lebt. Und so wie liebende Eltern ihren Kindern nachgehen, wenn sie sich abwenden, so geht Gott uns nach. Das ist der Grund, warum Er in Jesus Mensch geworden ist. Er wollte uns zeigen, wie wichtig wir Ihm sind. Und weil Er nicht will, dass wir verlorengehen, ist Er uns so weit nachgegangen, dass Er nicht nur unser Leben, sondern auch unseren Tod geteilt hat, um uns zu retten. Zu erlösen. Verdient haben wir das nicht. Das ist Gnade. Gott tut das, weil Er uns liebt.

 

Und Gott, der Heilige Geist, ist nun die Erscheinungsform Gottes, mit der Er sich uns erfahrbar macht. Ohne den Heiligen Geist hätten wir keinen Kontakt zu Gott. Gott kann man nicht sehen. Aber manchmal spürt man, dass Er da ist. Wenn das passiert, dann ist der Heilige Geist am Werk. Wie beim Wind. Den kann man auch nicht sehen. Aber seine Wirkung, die kann man sehen und spüren. Dass wir Gott spüren und dass es zu einer persönlichen Beziehung zwischen Ihm und uns kommt, das ist das Werk des Heiligen Geistes. Deswegen ist Ihm im Predigttext das Wort Gemeinschaft zugeordnet. Durch die Gemeinschaft des Heiligen Geistes, sind wir mit Gott verbunden. Er vermittelt uns die Gewissheit, dass wir Seine Kinder sind. Wenn wir aber Seine Kinder sind, dann sind wir untereinander Geschwister. Der Heilige Geist schafft also nicht nur Gemeinschaft mit Gott, sondern – untrennbar damit verbunden – auch untereinander. Daran müssen wir Christenmenschen gelegentlich erinnert werden. Die drei Wesenszüge Gottes – die Gnade, die Liebe, die Gemeinschaft - wollen und sollen sich in unserem Leben widerspiegeln.

 

Damit bin ich nochmal bei dem Dreieck. Ich habe nicht ohne Grund dieses Verkehrszeichen als Beispiel mitgebracht. „Vorrang gewähren!“ oder „Vorfahrt achten!“ Im Glauben an den dreieinigen Gott zu leben, bedeutet, mal ein bisschen den Fuß vom Gas zu nehmen. Uns nicht für die zu halten, vor denen die Welt still zu stehen hat. An den dreieinigen Gott zu glauben, bedeutet, dem Vater, dem Schöpfer und Seiner Schöpfung Vorrang zu geben vor unseren ausufernden Ansprüchen. Wie kann es sein, dass wir Gott als „den Schöpfer des Himmels und der Erden“ bekennen und gleichzeitig dem Werk dieses Schöpfers mit so wenig Respekt begegnen, dass wir auf dem besten Wege sind, es mit unserer Art zu leben und zu wirtschaften zu zerstören? An Gott, den Schöpfer glauben, heißt achtsam zu sein. Achtsam und liebevoll mit Seiner Schöpfung umzugehen (übrigens auch mit sich selbst, denn jeder von uns ist ein Teil dieser Schöpfung).

 

Gott, dem Sohn Vorrang zu geben, würde bedeuten, auch mit den anderen - unseren Geschwistern - achtsam umzugehen. Gnade walten zu lassen. So wie Jesus mit uns gnädig ist. Und Gott, dem Heiligen Geist Vorrang zu geben, würde bedeuten, die Gemeinschaft  wertzuschätzen, in die wir hineingestellt sind. Die Gemeinschaft mit Gott und untereinander. Uns nicht gegenseitig zu bekämpfen, sondern - da sind wir wieder dabei - zu achten.

 

Mag sein, dass wir einen Knoten im Kopf bekommen, wenn wir über die Trinität nachdenken. Aber wenn sich Gnade, Liebe und Gemeinschaft in unserem Umgang miteinander ereignen, dann ist der dreieinige Gott ganz lebendig in unserer Mitte. Gebe Gott, dass wir nicht nur am Sonntagmorgen, sondern bei allem, was wir tun, auch im Alltag, sagen: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

 

 

 

 

Predigt

für den So. Jubilate (12.05.19)

zu Mk 1,14-15

Konfirmation in Oberdiebach mit S(w)inging People und PosChor

 

 

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus. Amen.

 

Liebe Gemeinde, liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden! Ein viel bemühtes Wort unserer Zeit ist das Wort „zukunftsfähig“. Alles Mögliche muss sich daraufhin befragen lassen, ob es „zukunftsfähig“ ist - unser Schulsystem, unser Gesundheitssystem, unser Wirtschaftssystem und nicht zuletzt auch unsere Kirche. Jetzt steht Ihr heute am Tag Eurer Konfirmation irgendwie an so einer Schwelle zum Erwachsenwerden, und da stellt sich auch die Frage nach der Zukunftsfähigkeit. „Firm for Future“ steht als Motto auf der Titelseite des Gottesdienstbegleiters. „Firm for Future“. In dem englischen Wort „firm“ steckt ein Teil unseres Wortes Kon-firm-ation. Das hat dieselbe Wurzel, nämlich das lateinische Wort con-firmare. Wir sprachen bei unserem letzten Treffen davon; auf deutsch heißt das „stärken“, bekräftigen“, „festigen“. Konfirmiert sein heißt, stark sein für die Zukunft. Zukunftsfähig eben. Dazu seid Ihr jetzt knapp zwei Jahre zum Konfi-Unterricht gekommen, und dafür seid Ihr heute hier, um Euch stark machen zu lassen für die Zukunft. Wodurch geschieht das?

 

1. Durch Selbstbewusstsein. Dieses Schild aus Eurem Vorstellungsgottesdienst hängt heute nochmal hier, nicht nur, weil es echt schön geworden ist, sondern weil ich möchte, dass Ihr dieses Selbstbewusstsein aus Eurer Konfirmandenzeit mit in Euer Leben nehmt: „Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin! Wunderbar sind deine Werke, das erkennt meine Seele.“ Dass Ihr Euch daran erinnert, wenn Tage kommen, an denen Ihr kein gutes Haar an Euch lassen könnt. Dass Euch diese Worte in den Sinn kommen, wenn Ihr morgens vor dem Spiegel steht: „Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin!“ Dann fängt der Tag besser an, als wenn man sagt: „Ich kenn Dich zwar nicht, aber ich wasch Dich trotzdem!“ Ihr seid - jede und jeder für sich - bei allen Unzulänglichkeiten, die uns Menschen zueigen sind, ein genialer Gedanke Gottes. Das soll hier heute nochmal bekräftigt werden, und in diesem Selbstbewusstsein sollt Ihr stark gemacht werden für die Zukunft. Für eine Zukunft, die im Ungewissen liegt. Die bedroht ist. Menschen Eurer Generation gehen deshalb seit ein paar Monaten freitags auf die Straße, weil sie gemerkt haben, dass unsere jetzige Art zu leben und zu wirtschaften eben absolut nicht zukunftsfähig ist.

 

„Fridays for Future“… Vielleicht ist es Zufall, vielleicht auch nicht - ich weiß es nicht. Aber die Sache mit dem Friday, dem Freitag lässt mich nicht los. An einem Freitag wurde über unser Leben entschieden. Da hat einer vor Gott und den Menschen für die Rettung unsere Zukunft „demonstriert“. Und der hat dabei nicht nur seine Versetzung riskiert, sondern sein Leben. Es gibt immer Leute, die nicht gerne hören, dass sich was ändern muss, wenn das mit der Zukunft was geben soll. Und man dachte sich, wenn man den Unruhestifter ans Kreuz nagelt, ist Ruhe. Aber das ist gründlich schiefgegangen. Nach drei Tagen war Er wieder da. Auferstanden von den Toten. (Kernsatz unseres Glaubensbekenntnisses.) Mit Seinem Einsatz an eben jenem Freitag, dem Karfreitag, hat Jesus die Rettung unserer Zukunft in die Wege geleitet. Mit Seiner Auferstehung an Ostern hat Er sie perfekt gemacht.

 

Das ist das zweite, was Euch stark machen soll für die Zukunft: Der Glaube an die Auferstehung. Ihr seid nicht wunderbar gemacht für ein paar hoffentlich nette Jahrzehnte auf dieser Erde und dann ist rum. Gott hat noch ein bisschen mehr im Petto… Leben 2.0 würden wir in unsere Digitalsprache sagen. Es gibt sie - Zukunft. „Future for Konfis“. Zukunft für alle, die gefestigt und gestärkt sind in dem Glauben an Jesus Christus, der den Erzfeind der Zukunft erledigt hat: den Tod. So ungewiss die Zukunft sein mag - unsere Welt ist in Gottes Händen. Das hat Annemarie Zahn, der ich bei der Gelegenheit herzlich danken möchte, super dargestellt auf dem Titelmotiv dieses Gottesdienstes.

 

Das ist das dritte, was Euch stark machen soll für die Zukunft: Der Glaube, dass die Welt in Gottes Händen ist und dass darum nichts verloren ist. Und dass wir uns gerade deshalb einsetzen können und sollen für die Zukunft dieser Erde. Deswegen steht auf dem Gottesdienstbegleiter nicht nur „Future for Konfis“ (Drahtbinder-Englisch: Zukunft für Konfis), sondern auch „Konfis for Future“ (Konfis für die Zukunft). Ich bin froh, dass Eure Generation auf die Straße geht. Und ich mache Euch Mut, das auch zu tun. Menschen, die gestärkt sind im Glauben, dürfen und sollen aus diesem Glauben heraus eintreten für eine Zukunft, in der man leben kann. Auch wenn man dafür nicht unbedingt Applaus erwarten darf. Wie die Hyänen fallen einige Zeitgenossen über die 16jährige mit den blonden Zöpfen aus Schweden her, das die ganze Fridays for Future Bewegung angestoßen hat. Sinnigerweise sind das hauptsächlich nicht etwa Altersgenossen, sondern Erwachsene, die es offenbar nicht ertragen, von einem jungen Mädchen den Spiegel vorgehalten zu bekommen. Es ist peinlich, wenn gestandenen Politikern nicht mehr einfällt, als Euch Schülerinnen und Schülern vorzuwerfen, Ihr hättet keine Vorschläge, wie denn eine schnellere Energiewende bewerkstelligt werden soll. Das ist nicht Eure Aufgabe, liebe Konfis. Noch nicht. Das ist Aufgabe meiner Generation. Wir müssen der Tatsache Rechnung tragen, dass Ihr als unsere Kinder geboren seid um zu leben - und dass wir darum verantwortlich sind für den Lebensraum, in dem dieses Leben 1.0 stattfinden soll. Eure Aufgabe ist es, uns so lange wahlweise auf die Füße oder in den Allerwertesten zu treten, bis wir endlich unsere Hausaufgaben gemacht haben.

 

Und natürlich das Eure zu tun, damit Klimaschutz nicht nur ein hohles Wort bleibt. Indem Ihr zum Beispiel darauf achtet, wie viele Elektrogeräte in Eurem Zimmer an sind oder im Standby-Modus, obwohl Ihr sie gerade gar nicht braucht und sie genauso gut auch ganz aus sein könnten. Oder indem Ihr überlegt, ob Ihr wirklich Taxi Mama bemühen müsst, oder ob man dort, wo Ihr hin wollt, nicht vielleicht auch mit dem Rad oder zu Fuß hinkommt. Damit fängt die Umkehr zum Leben an: Der Gedankenlosigkeit und Bequemlichkeit den Kampf anzusagen. Dazu braucht es Stärke. „Kehrt um und glaubt an das Evangelium!“ sagt Jesus.

 

Der Glaube an das Evangelium gibt Stärke. Und die wünsche ich Euch. Ich wünsche Euch, dass Ihr „Firm for Future“ seid - stark für die Zukunft - 1. durch das Selbstbewusstsein, das sagen kann: „Gott, ich danke Dir, dass ich wunderbar gemacht bin.“ 2. durch den Glauben, der sagen kann: „Jesus, ich danke dir, dass du Zukunft für mich hast ohne Ende.“ Und der 3. weiß: Die Welt ist in Gottes Händen. Und dieser Gott versetzt mich durch Seinen Geist in die Lage, Verantwortung zu übernehmen. Wenn Ihr damit nicht zukunftsfähig seid, dann weiß ich es auch nicht. Amen.

 

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

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