Gemeindebüro

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An(ge)dacht

Liebe Leserinnen und Leser,

 

Gastfreundschaft ist eine nicht so stark verbreitete Tugend in Deutschland. Gegenüber früher ist man wohl auch nicht mehr ganz so stark davon abhängig, da früher bei Durchreisenden oftmals nicht so die Möglichkeit bestand in Hotels oder Gaststätten unterzukommen wie es heute der Fall ist. Das spiegelt sich in unserer Kultur und in unserem Sprachgebrauch wieder.

 

Wikipedia beschreibt Gastfreundschaft wie folgt: „Die Gastfreundschaft ist die    freundliche    Gesinnung,    die    einem    Besucher    von     seinem Gastfreund bei seiner Beherbergung, Bewirtung und Unterhaltung entgegengebracht wird. Das Grundprinzip der Gastfreundschaft seit alters her ist wohl das der Gegenseitigkeit: Man erhofft sich selbst unter ähnlichen Bedingungen gastfreundliche Aufnahme.“

 

Der Spruch für den Monat Juni lautet:

 

Vergesst die Gastfreundschaft nicht;

denn durch sie haben einige,

ohne es zu ahnen,

Engel beherbergt.

Hebräer 13,2

 

Übt Gastfreundschaft und herberget gerne. Diese Worte schrieb Paulus an die ersten Christen in Rom. Er trug damit die Botschaft Jesu wie eine Einladungskarte hinaus in die Welt.

 

Gastfreundschaft ist eine Einladung, ein Angebot das man anderen macht aber auch selbst beanspruchen darf. Jeder Gast ist ein Besucher auf Zeit. Er kommt und wird wieder gehen, ohne auf Dauer zu bleiben.

 

Gastfreundschaft beruht auf Gegenseitigkeit doch verrechnen lässt sie sich nicht. Sie wird geübt in dem Vertrauen, dass sich die Dinge irgendwann ausgleichen ohne auf „Heller und Pfennig“ zu stimmen. Manche Menschen verunsichert das. Sie bewirten gerne, sind aber selbst nicht gerne zu Gast. Sie wollen niemanden lästig sein und fragen sich wie kann ich das, was ich bekomme angemessen zurück geben.

 

Ich denke in Jesus finden wir einen fröhlichen Gast, einer der gerne isst und Wein trinkt.

Er hat das, was andere ihm gaben gern angenommen.

Er ließ es sich gefallen, wenn andere für ihn sorgten und machte sich keine Gedanken darüber alles ganz genau auszugleichen.

Jesus war Gast und Geschenk.

 

Mit seinem Kommen verwies er auf Gott, als den einen Gastgeber, der alles Leben schenkt und offene Rechnungen ausgleicht.

Darum kann beides gelten, herberget gerne und seid anderen guten Gewissens ein gelassener Gast.

Das wünsche ich Ihnen für die Sommermonate, wenn Sie als Gast einkehren oder für Gäste eine Herberge sind.

 

 

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