Gemeindebüro

Blücherstraße 15-19

55422 Bacharach

06743 965773

vierthaeler@ekir.de

________________________Das Gemeindebüro hat  dienstags nach Vereinbarung, mittwochs von 9-11 Uhr und freitags von 8-10 Uhr geöffnet.

 

Unter'm Kirchturm

Ein Advent in Brasilien – zwei junge Frauen berichten

 

Anfang November 2018 ging es für uns beide auf die wohl längste Reise unseres Lebens. Nach über 24 Stunden in Flugzeugen und auf Flughäfen mit vollgepackten Koffern umherirrend, weil in Brasilien sogar auf den Flughäfen fast niemand Englisch spricht, sind wir in Rio Grande do Sul, einem Bundesstaat in Brasilien, gelandet. Zu unserem Glück sprechen viele Menschen hier noch heute Deutsch, da ihre Vorfahren aus dem Hunsrück im 19. Jahrhundert nach Brasilien ausgewandert sind. Fast 1/3 aller Einwohner Rio Grande do Suls haben deutsche Vorfahren.

 

Wir lebten bei einer Familie, deren Vorfahren von der Mosel kommen und die uns schon oft in Deutschland besucht hatte. In den ersten Tagen lern-ten wir das Leben in Brasilien kennen, später haben wir angefangen ehrenamtlich in einem staatlichen Kindergarten zu arbeiten. Immer, wenn Roseli und Marcio, unsere „Gasteltern“, Zeit dazu hatten, sind wir gemeinsam gereist.

 

Wir waren in der Hauptstadt Uruguays Montevideo, in Buenos Aires in Argentinien und in Rio de Janeiro. Den Christ Redentor von Nahem zu sehen war ein großer Traum von uns. Aber auch die Natur dort hat uns sehr beeindruckt. Wir waren bei einem tiefen Abgrund, den man in Amerika „Canyon“ nennt, am Meer, in Höhlen und an vielen Wasserfällen.

 

Auch viele Tiere haben wir in der Natur gesehen, teilweise direkt neben der Straße: von weitem sind wir einem Krokodil begegnet, Wasserschweinen, Flamingos, Schildkröten, Seelöwen, Babyaffen, Emus und eines Tages direkt vor unserem Haus einem Leguan.

 

Es war atemberaubend das alles zu sehen und wir sind sehr dankbar dafür, dass wir viele fremde Kulturen, Pflanzen und Tiere kennenlernen durften.

 

Bei diesen ganzen Eindrücken hatten wir fast vergessen, dass es in Deutschland immer kälter wird und sich alle auf das Weihnachtsfest vorbereiten.

 

An einem Sonntagmorgen, bei 36°C am Pool, ist uns plötzlich aufgefallen, dass wirklich schon der dritte Advent ist – aber wie konnte das auf einmal so sein?

 

Aus Deutschland hatten wir uns sogar einen Adventskalender mitgebracht und manche Nachbarn hatten, wegen des Traums von der weißen Weihnacht, Kunstschnee auf ihren Rasen gestreut. Einen Weihnachtsbaum hatten wir auch, zugegebenermaßen einen schiefen, weil es in Brasilien keine Weihnachtsbaumständer gibt und der Baum von einem Eimer mit Steinen gehalten wurde. Weihnachtsgeschenke hatten wir während unserer Reise sogar auch besorgt, aber all das, womit man Weihnachten und den Advent sofort in Verbindung bringen würde, hat das „weihnachtliche Gefühl im Bauch“ nicht ausgelöst.

 

Wir haben uns wirklich gefragt: „Warum?“ und „Was fehlt?“; zu Hause angekommen haben wir das dann aber ganz schnell gewusst.

 

In unserer Gesellschaft vergessen wir es oft, dass Weihnachten nicht bedeutet, dass man den schönsten Baum seit Jahren schmückt und die tollsten Geschenke besorgt und es bedeutet auch nicht, dass man das leckerste Festtagsessen kochen muss.

 

Für uns ist Weihnachten die Zeit, die wir mit unseren Lieben verbringen und sich mindestens einmal im Jahr wirklich klarzumachen, dass wir nicht alleine hier auf der Welt sind.

 

Nach unserer Zeit in Südamerika wissen wir ganz genau, dass wir nur dankbar dafür sein können in Deutschland groß zu werden, was für viele dort in Brasilien ein unerfüllter Traum bleibt.

 

 

Freiwilliges Kirchgeld 2018

                              Besuchsdienstkreis sucht neue Helfer

 

Liebe Gemeindeglieder,

vor vielen Jahren wurden in unseren Kirchengemeinden die Besuchsdienstkreise zum Geburtstagsbesuch älterer Gemeindeglieder (ab 70 Jahre) ins Leben gerufen.

Lange Zeit haben die Aktiven ihren Dienst versehen und den Menschen damit Zeit und Freude geschenkt. Dafür möchte sich das Presbyterium an dieser Stelle sehr herzlich bedanken!

Leider ist auch unsere Gemeinde vom demographischen Wandel betroffen, so dass immer weniger Aktive, die inzwischen selbst schon lange zu den zu Besuchenden zählen, immer mehr Geburtstagskinder besuchen sollen. Um diesen Dienst im bisherigen Umfang weiter führen zu können, benötigen wir Ihre Mithilfe!

Insbesondere in den Orten Manubach, Oberdiebach, Breitscheid, Bacharach, Niederheimbach und Oberheimbach, aber auch in den übrigen Orten, benötigen wir die Mithilfe interessierter Menschen, die sich in die Gemeinde einbringen wollen.

Sollte es uns nicht gelingen, neue Mitglieder für den Besuchsdienstkreis zu gewinnen, sind wir nicht mehr in der Lage, die Geburtstagsbesuche im bisherigen Umfang fortzuführen.

Dies würde bedeuten, dass die 71- bis 74-jährigen, evtl. auch die 76- bis 79-jährigen, nicht mehr besucht werden könnten.

Nur mit Ihrer Hilfe werden wir auch in Zukunft vielen Gemeindegliedern mit einem Geburtstagsbesuch eine Freude machen können. Sollten Sie neugierig geworden sein oder Fragen haben, sprechen Sie uns bitte an.

Pfarrer Timm Harder, Telefon 0 67 43 / 25 30 oder

Gemeindebüro Petra Stollwerk, Telefon 0 67 43 / 965 773

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Kirchengemeinde Vierthäler